23.12.11

eine kleine Weihnachtsgeschichte



mit folgender kleinen Weihnachts-Geschichte wünsche ich euch nochmals 
frohe und besinnliche Weihnachten!





Am Tage vor Weihnachten herrschte eisige Kälte,
und die Leute auf der Strasse hatten es eilig. Unweit des Themse-Ufers
hatte sich ein Blinder mit einer Geige aufgestellt und spielte mit steifen,
blaugefrorenen Fingern eine Weise nach der anderen, doch vergeblich
suchte er die Aufmerksamkeit der Vorübergehdenen zu gewinnen.
Vom Opernhaus her näherten sich zwei elegant gekleidete Männer
und blieben, vom Anblick des Blinden bewegt, stehen. Schliesslich
trat einer der Beiden zu ihm hin, legte ihm die Hand auf die Schulter und
sagte freundlich: „Kein Glück heute, nicht wahr? Niemand gibt etwas,
ein schlechter Tag!“
„Weihnachten ist aber doch ein schöner Tag“ entgegnete der Blinde;
„nur ist es so kalt, dass die Leute ihre Fenster nicht auftun mögen“.
„Man muss aber die Leute dazu bringen, dass sie ihre Fenster öffnen“
widersprach der Fremde beinahe rauh.
„Ich würde dem Himmel danken, wenn dies geschehen könnte“,
meinte der Blinde und erhob seine erloschenen Augen zum
Sprecher empor. Da zog dieser die Handschuhe aus, nahm dem Blinden
die Geige und den Bogen aus der Hand und begann zu spielen, während
er auf dem Wege hin und her ging. Unter seinen Fingern schien das
Instrument zu erwachen und sich neu zu beleben. Herrliche Töne stiegen
zu den verschlossenen Fenstern empor. Jetzt öffnete sich da und dort eines,
mehr und immer noch mehr, und die Geldmünzen regneten herab. Männer
und Frauen umstanden den Spieler und lauschten gebannt den wunderbaren
Klängen. Die Musik verstummte, der Fremde gab dem Blinden die Geige
zurück und bückte sich, um die Münzen aufzulesen und sie in die Mütze
des Blinden zu legen. „hier“, sagte er, „nun haben Sie genug, um
Weihnachten zu feiern“
„Euer Name, Herr, euer Name“ rief der Blinde überwältigt.
Da trat der Begleiter des Fremden hinzu und sagte dem Blinden ins
Ohr „es ist Paganini“.
Die beiden Männer setzten daraufhin ihren Weg fort, und Paganini…
er war es wirklich, der berühmte Geigenvirtuose…sagte zu seinem
Freund: „Ich bin schon seit langem an Weihnachten nicht mehr so
glücklich gewesen wie heute“



9 Kommentare:

ღ Sheena S. ღ hat gesagt…

wünsche dir auch ein Frohes Weihnachtsfest und einen fleissigen Weihnachtsmann

LG Sheena

rosenresli hat gesagt…

Liebe Alice,

das ist auch wieder so eine schöne Weihnachtsgeschichte und so rührend.
Die von den 4 Kerzen habe ich für morgen nachmittag im Heim ausgedruckt und dazu noch die Geschichte vom Lametta (Sauerkraut), kennst Du die? Ich denke das paßt, die eine Geschichte ist besinnlich, die andere lustig. Mal sehen was unsere Leutchen dazu sagen.

Dir wünsche ich schöne und friedliche Festtage im Kreise Deiner Lieben. Mach es Dir schön,

die Tanja

Pieps™ hat gesagt…

Schöni Wiehnacht und es guets Neus

Yael hat gesagt…

Frohe Feiertage im Kreise Deiner Familie Alice!
Alles Liebe! Yael.

Elisabeth Palzkill hat gesagt…

Liebe Alice,

frohe Festtage

Elisabeth

.. hat gesagt…

Wie schön liebe Alice! Ich wünsche dir und deinen Lieben ein gesegnetes Weihnachtsfest!
Herzlichst Zaunwinde

Rosenperle hat gesagt…

Liebe Alice,
das ist wirklich eine sehr schöne Geschichte! Ich habe gerade Gänsehaut bekommen ....
Bei uns ist schon alles gelaufen! Die Beschwerung war ein voller Erfolg. Alle sind glücklich und zufrieden. Ich dann jetzt auch, zeigt es doch, dass die Vorbereitungen sich gelohnt haben und ich die richtigen Geschenke ausgewählt habe. Das Christkind hat es auch mit mir gut gemeint, so dass keinerlei Grund zur Klage besteht ...
Morgen Mittag kommt die ganze Meute zum Essen. Da muss ich noch mal richtig ran. (Das mache ich aber liebend gerne ).
Ich möchte es nicht versäumen, dir und deiner Familie Frohe Weihnachten zu wünschen. Auf diesem Wege bedanke ich mich für deine Treue und deine schönen Beiträge. Das Foto von deinen Enkelliesen ist wunderschön. Es ist doch zu schön, mit kleinen Kindern das Weihnachtsfest zu begehen. Meine Mausi hat wieder gestrahlt wie ein Elektrofachhandel, als sie den Tannenbaum sah. Das Puppenhaus kam auch sehr gut an . Wa will die Oma mehr?

Macht es euch recht nett. Mit Schnee können wir leider nicht dienen. Nun ja, man kann nicht alles haben.

Alles Liebe
Gabriele

Rosenperle hat gesagt…

"Bescherung" sollte es eigentlich heissen! Grins. Ist wohl ein Freudscher Fehler !?
Lg Gabriele

Ella hat gesagt…

liebe alice,
das ist eine sehr schöne geschichte.
ich hoffe du hattest ein schönes weihnachtsfest und genießt die etwas ruhigere zeit.
herzliche grüße
ela