Damals:
Heute:
Wir lernten uns im
Jahre 1960 kennen und lieben. Am
1. Mai 1965 haben wir geheiratet. Ein Datum, das man sich gut merken kann, jedenfalls hat mein Göttergatte den Hochzeitstag bisher noch nie vergessen.
Aber eigentlich hatten wir gar nicht dieses Datum geplant, sondern den 24. April 1965.
Dass es dann aber anders kam und warum wir froh darüber waren, möcht ich hier kurz erzählen.
Als wir uns entschieden zu heiraten, musste mein Gatte von seinem Heimatort seine Unterlagen anfordern, damit wir uns bei unserer Gemeinde beim Zivilstandsort anmelden konnten.
Wir hatten uns also für den den 24. April entschieden....wir haben es in unserer Kirche gemeldet, die Ringe eingravieren lassen, die Karten gedruckt, das Essen im Restaurant bestellt, den Car reserviert....
Mein Schatz wohnte damals in einem Jungesellenhotel. Neben der Rezeption gab es ein Fach, wo seine Post hinterlegt wurde.
Und jeden Tag schaute er ins Postfach, aber die Unterlagen kamen und kamen nicht. Er fragte dann mal nach, und die Rezeptionistin sagte, dass die Unterlagen schon länger hier seien, aber er müsse da noch einen Geld-Betrag dafür bezahlen, deshalb habe man die Post in die Schublade gelegt und anscheinend vergessen es ihm mitzuteilen. Das war natürlich eine gröbere Fahrlässigkeit.
Wir sind dann mit den Unterlagen zum Zivilstandsamt geeilt. Als wir dort unseren Wunschtermin nannten, hat man uns mitgeteilt, dass die Frist zu kurz sei und wir frühestens am 1. Mai heiraten könnten. Was für ein Schlag ins Gesicht. Wir gingen aus dem Gebäude raus und ich hab nur noch geheult. Was nun?
Wir mussten alles absagen, umkrempeln, mit neuem Datum versehen, eine Heidenarbeit. Aber irgendwann hatten wirs geschafft und waren sogar froh, dass wir die Hochzeit um eine Woche verschieben mussten....
warum?.....meine Mutter war krank am 24. April, ausserdem hats sogar stark geschneit. Aber am 1. Mai war meine Mutter wieder auf den Beinen und es gab an unserem Hochzeitstag Sonnenschein pur. Was für ein Glück!
Das ist unsere Kirche, in der wir damals geheiratet haben, wo auch unsere Töchter und unsere Enkelchen getauft wurden.
übrigens....
hinter dieser Kapelle haben wir uns zum ersten mal geküsst "schmacht" Da stand damals noch eine Trauerweide mit Ästen bis zum Boden, da drunter konnte uns niemand sehen...ich hab dann meiner Freundin erzählt., dass "er" wunderbar küssen kann :-)
Diese Kapelle steht da immer noch, obwohl sie gar nicht mehr in die Umgebung passt, da ringsum alles verbaut wurde. Sie steht ganz in unserer Nähe und wir fahren sehr oft daran vorbei. Und man erinnert sich jedesmal daran. Eine Erinnerung fürs ganze Leben.
51 Jahre kennen wir uns nun, und 46 Jahre davon sind wir verheiratet.
Es gab viele Hochs und Tiefs, aber das gehört zum Leben
und schweisst zusammen. Wir lassen uns nie unterkriegen! Wir werden den Weg auch weiterhin zusammen gehen und hoffentlich in 4 Jahren die goldene Hochzeit feiern dürfen.
und...da die Liebe ja auch durch den Magen geht,
werden wir uns heute hier verwöhnen lassen....da gibts leckere Speisen...
und zum Abschluss noch etwas zum Schmunzeln, wie könnt es auch anders sein :-)